Flowers for Zirndorf

2009

Verzinkter Eisendraht, Papier, Fundmaterialien

120 x 80 cm

 

Ein Projekt im Rahmen der Ausstellung
Plötzlich wurden mir die Knie weich im Museum der Stadt Zirndorf in Zusammenarbeit mit der Zentralen Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge, 2009

 

Seit 1955 werden in der oben Aufnahmeeinrichtung Zirndorf Flüchtlinge aus aller Welt aufgenommen. Jahrzehntelang war sie die größte ihrer Art in der Bundesrepublik. Auf engstem Raum wohnen dort Menschen und müssen die Erlebnisse ihrer Flucht oder Vertreibung verarbeiten und dabei auch den Zustand des Nichts-Tun-Dürfens, ohne Arbeitserlaubnis und ohne Schulbesuch, den Zustand der Langeweile ertragen.

 

Ich bat die Asylbewerber Papierblumen aus Materialien herzustellen, die Ihnen zur Verfügung stehen, d.h. aus Fundmaterialien und Abfall wie z.B. Papierhandtüchern, Prospekten usw. Paradigmatisch sollte diese Arbeit den Flüchtligen zeigen, dass sie aus dem, was ihnen zugänglich ist, ihr weiteres Leben entwickeln müssen. Das bildnerische Arbeiten fordert eine andere Art des Austausches als im Alltag und schafft die Möglichkeit einer Diskussion über Freiheit, Kunst, Zukunft... Dabei entdeckten die Flüchtlinge wieder ihre schöpferischen Kräfte und erlebten sich aktiv und dadurch positiv.

 

Bilder